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Dr. med. Christiane Fleissner
Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Medizinische Sachverständige für Begutachtungen (CPU)

Kaiser Joseph Straße 255
79098 Freiburg

Tel.:  0761 / 3 40 10
Fax.: 0761 / 2 85 96 30

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung

Ich stehe Ihnen montags bis freitags von 8:00 bis 19:00 Uhr für telefonische Terminvereinbarungen zur Verfügung.

Schmerzpatienten
können auf jeden Fall am gleichen Tag zur Behandlung kommen.

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Häufige Fragen

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Wann sollte man einen HNO-Arzt aufsuchen?

bei

  • Ohrenschmerzen
  • plötzlichem oder langsamen Hörverlust
  • Schwindelbeschwerden
  • Ohrgeräuschen
  • Kopfschmerzen
  • behinderter Nasenatmung
  • Nasenbluten
  • Schluckbeschwerden
  • Lymphknotenschwellungen am Hals
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Ist es sinnvoll, sich täglich die Ohren zu putzen?

Nein. In der Haut der Gehörgänge befinden sich Ceruminaldrüsen, welche das Cerumen (=Ohrschmalz) bilden. Hiermit wird die Gehörgangshaut gefettet und deren Austrocknung verhindert.

Der Gehörgang hat einen Selbstreinigungsmechanimus. Bei jedem Aufbeißen der Zähne drückt das Köpfchen des Kiefergelenkes gegen den Gehörgang und erzeugt damit eine Wellenbewegung im Gehörgang. Hiermit wird überschüssiges Ohrschmalz vom Trommelfell Richtung Gehörgangsausgang befördert. Hier reicht es aus, wenn man es mit dem eigenen kleinen Finger (ohne Hilfsmittel, ohne langen Fingernagel) entfernt. Wenn man die Gehörgänge täglich mit Wattestäbchen putzt, nimmt man der Haut den nötigen Fettfilm und es kommt zu Juckreiz und Entzündungen und/oder man komprimiert das Ohrschmalz direkt vor dem Trommelfell und verstopft den Gehörgang damit. An dieser Stelle gilt: Keine übertriebene Reinlichkeit!

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Ist es sinnvoll, die Ohren vor Kälte oder Lärm mit Watte zu schützen?

Nein. Normale Watte schützt nicht vor Lärm. Hier sind Gehörschutzstöpsel (erhältlich bei jedem Hörgeräte-Akustiker oder in Apotheken) und für den professionellen Bereich Kapselgehörschutz erforderlich. Lärm wirkt ab 85 dB gehörschädigend!

Watte in den Gehörgängen befördert Infektionen. Durch den luftdichten Abschluß verändert sich das ausgeglichene Gehörgangsmilieu. Durch die Wärme und die zunehmende Feuchtigkeit vermehren sich die Bakterien und Pilze sehr gut und führen zu Gehörgangsentzündungen.

Daher ist es besser, empfindliche Ohren mit einem Stirnband oder einer Mütze vor Kälte zu schützen.

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Warum atmet mein Kind immer durch den Mund?

Grund dafür sind die sogenannten Polypen (=Rachenmandel). Hiebei handelt es sich um die einfach angelegte Mandel im Nasenrachen (dies ist der Raum oberhalb des Zäpfchens hinter der Nase). Diese Rachenmandel gehört zum lymphatischen Gewebe, was bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt ist und infektbedingt, z.B. im Winterhalbjahr anschwellen und an Größe zunehmen kann. Hierdurch kann es zur Verstopfung der Nase (von hinten her) kommen. Die Folge ist eine behinderte Nasenatmung und gehäufte Infekte mit Schnupfen. Die Kinder atmen dann ständig durch den Mund und schnarchen nachts.

Eine weitere Folge einer großen Rachenmandel ist ein Verschluß der Ohrtrompete von innen her. Dadurch kommt es zu einem Unterdruck im Mittelohr. Wenn dieser lange anhält, gibt die Mittelohrschleimhaut Gewebeflüssigkeit ab, welche sich im Mittelohr ansammelt und im Laufe der Zeit eindickt. Damit können die Gehörknöchelchen und das Trommelfell nicht mehr schwingen und die Kinder hören schlechter. Wenn abschwellendes Nasenspray, Schleimlöser und Antibiotika keine Heilung bringen sind eine Adenotomie, Parazentese und eine Paukenröhrcheneinlage erforderlich. Hierbei handelt es sich um eine operative Entfernung der Rachenmandel in Vollnarkose, zwei kleine Schnitte in die Trommelfelle und das Einsetzen von kleinen Röhrchen zur dauerhaften Belüftung der Mittelohren. Diese Röhrchen bleiben ein halbes bis dreiviertel Jahr in den Trommelfellen liegen. Wenn der Heilungsprozeß abgeschlossen ist, fallen die Röhrchen von allein aus den Ohren heraus und die Trommelfelle verschließen sich wieder, ohne daß ein erneuter operativer Eingriff erforderlich ist.

Wichtig! Die Rachenmandel wächst nach einer korrekten und vollständigen Entfernung nicht wieder nach.

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Was sind Polypen - beim Kind und beim Erwachsenen?

"Die Polypen" beim Kind sind die vergrößerte Rachenmandel (siehe vorherige Frage). Die Polypen des Erwachsenen sind Folge einer angeschwollenen, hyperplastisch-proliferierten Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, welche sich über die Öffnungen der Nasennebenhöhlen (=Ostien) in polypartiger Form in das Naseninnere ausweitet. Ursache hierfür ist eine chronische Entzündung (chronischer Schnupfen mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung) oder eine Allergie (z.B. sogenannte Pollenallergie oder Hausstaubmilbenallergie).

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Was ist ein Hörsturz?

Bei einem Hörsturz kommt es zu einem plötzlichem Hörverlust auf einem Ohr ohne erkennbaren Grund. Der Hörsturz geht häufig mit einem dumpfen Druckgefühl und Ohrgeräuschen in dem betroffenen Ohr einher.

Hörstürze treten vermehrt unter Streßbelastung auf. Die Ursache des Hörsturzes ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, daß es sich um vorübergehende Durchblutungsstörungen im Innenohr handelt. Ein hoher Prozentsatz der Hörstürze heilt spontan aus und das Gehör kehrt auch ohne besondere Behandlung wieder zurück.

Die Behandlung des Hörsturzes besteht in der Einnahme von durchblutungsfördenden Medikamenten oder der Gabe von durchblutungsfördernden Infusionen (in sehr schweren Fällen unter Zugabe von Cortison). Auch eine hyperbare Sauerstofftherapie und Streßabbau wirken sich positiv auf den Heilungsprozeß aus.

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Drehschwindel nachts im Bett - Was ist passiert?

Zu den häufigsten Ursachen von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen gehört der sogenannte Lagerungsschwindel (der gutartige, paroxysmale Lagerungsschwindel). Er entsteht im Gleichgewichtsorgen der Innenohren. Hierbei kommt es zur Loslösung kleiner Kristalle (den sogenannten Otolithen), welche sich dann bei Bewegungen des Kopfes in den Bogengängen des Innenohres frei hin und her bewegen und dadurch das Schwindelgefühl erzeugen. Es kommt zu einem Drehschwindelgefühl wie beim Karussellfahren. Der Drehschwindel klingt nach einigen Sekunden wieder ab. Er wird von starken Nystagmen (=ruckartige Augenbewegungen) begleitet.

Typischerweise treten die ersten Beschwerden nachts bei Lagewechsel im Bett auf. Als Ursache für die Loslösung der Otolithen werden Alterungsvorgänge und auch Kopftraumen angenommen. Die Behandlung dieses Schwindels besteht in 1. Linie in Lagerungsmanövern, welche nach einem bestimmten Schema durchgeführt werden, um die verirrten Kristalle an einen Ort in den Bogengängen zu verlagern, wo kein unphysiologischer Erregungsreiz mehr ausgelöst werden kann. Diese Lagerungsmanöver wird anfangs der HNO-Arzt mit Ihnen durchführen und Sie später bitten, diese zu Hause selbstständig fortzuführen. Zur Unterstützung kann der Schwindel zusätzlich medikamentös behandelt werden.

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Disco, Walkman, Baßanlage im Auto, Maschinenlärm, Silvesterknaller, Schießen - was schadet meinem Gehör?

Unsere Welt ist lauter geworden. Häufig werden wir ungewollt, unangenehm lauten Geräuschen ausgesetzt (u.a. Preßlufthammer, Sirenen, Düsentriebwerke). Andererseits begeben sich aber immer mehr - vorallem junge - Menschen bewußt oder unbewußt in gehörschädigenden Lärm: z.B. Diskotheken oder Walkman.

Unser Ohr ist ein hochsensibles Sinnesorgan und dafür ausgelegt, leiseste Töne und Geräusche wahrzunehmen.

Lärmometer

Bei Einwirkung von Lärmpegeln größer als 85 dB kommt es zu Schäden im Innenohr, welche anfänglich wieder ausheilen, bei wiederholter Lärmbelastung aber dauerhaft bestehen bleiben können. Erste "Warnsignale des Innenohres" sind Ohrgeräusche und ein dumpfes Gefühl im Ohr z.B. morgens nach dem Diskothekenbesuch.

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Warum höre ich die Türklingel nicht mehr und kann den Pfarrer in der Kirche nicht mehr verstehen?

Die mit zunehmendem Alter einsetzende Schwerhörigkeit des Innenohres äußert sich darin, daß vorzugsweise die Türklingel, das Telefon und das Zwitschern der Vögel nicht mehr so gut gehört werden. Das Verstehen in geräuschvoller Umgebung oder im Gespräch mit mehreren Personen wird zunehmend schwieriger (sogenanntes "Partyphänomen" oder "Gesellschaftsschwerhörigkeit").

Eine Vorstellung beim HNO-Arzt wird hier hilfreich sein. Zuerst wird er die Gehörgänge von Ohrschmalz reinigen und die Trommelfelle inspizieren, dann die Schwingungsfähigkeit der Trommelfelle und Gehörknöchelchen messen und einen Hörtest (Ton- und Sprachaudiogramm) anfertigen. Dadurch kann der Arzt beurteilen und mit Ihnen besprechen, ob eine Versorgung mit Hörgeräten oder andere Behandlungsmaßnahmen für Sie sinnvoll sind.

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Ich habe häufig Halsschmerzen. Müssen meine Mandeln entfernt werden?

Eine operative Mandelentfernung (Tonsillektomie) ist nur erforderlich, wenn Sie 2-3 mal im Jahr oder häufiger an einer eitrigen Angina mit starkem Fieber erkranken. In diesem Fall ist die Entfernung der Mandeln sinnvoll und erforderlich 1. weil die Mandeln infolge der zunehmenden Vernarbung ihrer Oberfläche ihre Schutz- und Abwehrfunktion verloren haben und 2. weil sie als Streuherd (sogenannter Focus) für den gesamten Körper wirken und eine Herzmuskelentzündung, Nierenentzündungen, rheumatische Gelenkerkrankungen und Hauterkrankungen hervorrufen bzw. unterhalten können.

Aber Achtung! Nicht alle Halsschmerzen sind eitrige Anginen. 90-95 % aller Erkältungskrankheiten mit Halsschmerzen sind Virusinfektionen, die entweder nach 3-4 Tagen - auch ohne besondere Therapie - ausheilen oder danach in eine bakterielle Infektion des Rachens übergehen. Aber auch hierbei handelt es sich nicht um eine Angina, sondern um eine Pharyngitis - eine allgemeine Infektion des Rachens bis hinunter zum Kehlkopf.

Zur Abgrenzung einer chronischen Angina von einer Pharyngitis wird der Arzt die Gaumenmandeln untersuchen, die Krankengeschichte (Anamnese) genau erfragen und Laborwerte (Antistreptolysintiter, Antistreptodornase und die Blutsenkungsgeschwindigkeit) bestimmen.

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Wer sollte in regelmäßigen Abständen einen HNO-Arzt aufsuchen?

  • Raucher - ab dem 40. Lebensjahr 1 mal jährlich zur endoskopischen Untersuchung des Kehlkopfes
  • Patienten mit operierten Ohren
  • Hörgeräteträger - halbjährlich zur Ohrschmalzentfernung
  • Kinder mit Paukenröhrchen - alle 6 Wochen
  • Patienten mit zunehmender Hörverschlechterung und/oder familiär bekannten Hörstörungen
  • Patienten, die berufsbedingt starkem Lärm ausgesetzt sind - einmal jährlich zur Hörkontrolle
  • Patienten, die zu starker Ohrschmalzbildung neigen zur Ohrspülung - insbesondere vor einem Badeurlaub
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